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Modellbasierte Entwicklung (REConf, Vortrag und Stand, München, 14. Mrz. 2012)

Siemens und Vector auf der REConf 2012: Modellbasierte Entwicklung

Industrieerfahrungen zur Anwendung von modellbasierter Entwicklung – und konsequente Umsetzung in der Praxis.

Vortrag auf der REConf 2012 am 14. März 2012 in München

Arnold Rudorfer, Siemens
Christof Ebert, Vector Consulting Services

Software-intensive medizinische Systeme stehen in einem immensen Marktdruck. Während sie technologisch und hinsichtlich ihrer Sicherheit kompromisslos innovativ sein müssen, fordern die Krankenhäuser und auch Gesundheitskostenreformen eine immer kürzere Zykluszeit bei gleichzeitig angespannten Budgets. Traditionelle Entwicklungsprozesse, die Innovation und Qualität über einen schwerfälligen Prozess erreichten, sind nicht mehr zeitgemäß. Unsere Studien zeigen, dass in der Medizintechnik die Kosten für Nacharbeiten über den Produktlebenszyklus hinweg durch eine Verbesserung des Requirements Engineering um 30-50% gesenkt werden können. Requirements Engineering hat daher eine Schlüsselstelle als Erfolgsfaktor im Gesundheitswesen.

Modellbasierte Vorgehensweisen unterstützt die durchgängige Entwicklung von Anforderungen bis zur Validierung. Durch den erhöhten Abstraktionsgrad zu Beginn bei der anforderungsentwicklung und Analyse sind Problembeschreibungen wesentlich klarer, einfacher und weniger redundant. Das erhöht nicht nur die Entwicklungsgeschwindigkeit, sondern sorgt innerhalb des Projektes für klar verstandende Domänenkonzepte. Modelle helfen bei der Durchgängigkeit von den systemanforderungen zu den Softwareanforderungen und dann zu Design und Validierung.

Unser Beitrag zeigt Industrieerfahrungen bei Siemens Healthcare und bietet Orientierung bei der Umsetzung modellbasierter Entwicklung mit Fokus auf Requirements Engineering in medizinischen Systemen. Wir zeigen, wie Anforderungen so formalisiert werden, dass einerseits informell formulierte Anforderungen schrittweise in eine formalere Form kommen und während die Verständlichkeit der Anforderungen erhalten bleibt. Damit sind die Anforderungen präzise formuliert und werden zur Konsistenzsicherung und Vervollständigung genutzt, und sie können weiterhin von Stakeholder verschiedenem Hintergrund verstanden und validiert werden. Konkrete Ergebnisse aus dem Übergang von ALM/PLM zu modellbasierter Entwicklung bei Siemens werden vorgestellt.

Unser Vortrag auf der REConf 2012 zeigt aus der Praxis, wie das Anforderungsmanagement und damit zusammen hängende nachgelagerte Systementwicklungsprozesse hinsichtlich Schnittstellen, gemeinsamer Daten und Verfolgbarkeit schlanker und damit schneller und wirksamer aufgestellt können. Wir zeigen, wie eine solche Veränderung bei Siemens umgesetzt wurde, und wie die Konzepte auch auf andere Unternehmen übertragen werden können. Konkrete Ergebnisse zur Verbesserung von Effizienz, Durchlaufzeiten und Qualität in der Produktentwicklung hin zu einer durchgängigen globalen Entwicklung unterstreichen den geschäftlichen Nutzen – gerade in Zeiten, wo Kosten reduziert und die Ergebnisfähigkeit gesteigert werden müssen.

Die beschriebenen Erfahrungen bieten Ansatzpunkte für ähnliche Vorhaben in anderen Unternehmen.

Kontaktieren Sie uns für den Vortrag und weitere Informationen.

Beratungsschwerpunkt Medizintechnik

Mehr Praxis? Blättern Sie in unserem Buch "Systematisches Requirements Engineering", dritte Auflage 2010, dPunkt Verlag.

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